Hilfen für psychisch  kranke Menschen
Hilfen für psychisch                        kranke Menschen

Krisentelefon

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Für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige im Rhein-Pfalz-Kreis, Landkreis Bad Dürkheim sowie den Städten Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer und Neustadt an der Weinstraße.

Mehr Selbstbestimmung, mehr Selbständigkeit, mehr Selbstbewusstsein!

Das Projekt "Selbst bestimmen - Hilfe nach Maß für behinderte Menschen" wurde initiiert, um neue Wege in der Hilfe für Menschen mit Behinderung zu erproben. Es ist seit 1. Juli 2004 flächendeckend eingeführt. Die Hilfeleistung soll gezielter und individueller den berechtigten Wünschen behinderter Menschen nach einem selbstbestimmten Leben entgegenkommen. Selbstbestimmt leben bedeutet, dass Menschen mit Behinderung unter Beachtung ihrer Bedürfnisse und Fähigkeiten die Möglichkeit haben, Entscheidungen, die sich auf ihr Leben auswirken, weitestgehend eigenverantwortlich zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die vorhandenen Strukturen in der Hilfe für Menschen mit Behinderung überprüft und - wo nötig - reformiert werden. Selbst bestimmt leben bedeutet somit als Mensch mit seinen Wünschen. Bedürfnissen und Träumen ernst genommen zu werden. Menschen mit Behinderung bestimmen selbst, was ihnen wichtig ist. Selbst bestimmen heißt aber nicht unbedingt alles selber machen zu können, denn die Behinderung kann die Selbstständigkeit des einzelnen Menschen einschränken ohne ihm seine Selbstbestimmung zu nehmen.

Ambulante Eingliederungshilfe

Im Mittelpunkt dieses Konzepts der Landesregierung steht die ambulante Eingliederungshilfe.

Die ambulante EIngliederungshilfe richtet sich in erster Linie an Menschen mit Lernschwierigkeiten, Suchterkrankungen, psychischen oder körperlichen Behinderungen, Menschen, die in Heimen leben oder die vor der Wahl stehen, in ein Heim zu ziehen oder Unterstützungsleistungen durch das "Betreute Wohnen" zu erhalten. Die Personen, die sich für die ambulante Eingliederungshilfe entscheiden, erhalten Geldleistungen nach ihrem persönlichen Hilfebedarf. Der persönliche Unterstützungsbedarf wird mit der Hilfe suchenden Person im Rahmen der individuellen Teilhabeplanung ermittelt. Die ambulante Eingliederungshilfe orientiert sich in der Höhe an diesem individuellen Bedarf. Weitere Informationen zur Individuellen Teilhabeplanung.

Die Höhe des Persönlichen Budgets wird im Einzelfall nach Stundensätzen berechnet.

Mit dem Projekt "Selbstbestimmt leben - Hilfe nach Maß für behinderte Menschen" war Rheinland-Pfalz Vorreiter bei der Entwicklung Persönlicher Budgets. Nicht zuletzt aufgrund der positiven Erfahrungen mit Persönlichen Budgets in Rheinland-Pfalz wurden in zahlreichen Bundesgesetzen, beispielsweise SGB IX, SGB XI und SGB XII persönliche Budgets aufgenommen.

Seit dem 1.1.2008 besteht ein Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget nach Bundesrecht (§ 17 SGB IX und § 57 SGB XII). Es kann trägerübergreifend gewährt werden, d. h. es können auch Leistungen anderer Leistungsträger (SGB V, SGB VI, SGB XI usw.) in ein gemeinsames Budget einfließen.

Feststellen des Bedarfs

Bei Neuanträgen wird der Bedarf im so genannten Hilfeplan oder in der Hilfeplankonferenz ermittelt. Hieran nehmen selbstverständlich gleichberechtigt – neben allen beteiligten Leistungsträgern– auch der Budgetnehmer oder die Budgetnehmerin und gegebenenfalls eine Vertrauensperson, teil.

Zielvereinbarung

Sobald der jeweilige Bedarf von dem oder den jeweiligen Leistungsträgern ermittelt wurde, schließen der Budgetnehmer und der beauftragte Leistungsträger eine so genannte Zielvereinbarung ab. Die Zielvereinbarung regelt die Ausrichtung der individuellen Förder- und Leistungsziele und enthält eine Regelung über den Nachweis für die Deckung des festgestellten individuellen Bedarfs sowie über die Qualitätssicherung. Die Zielvereinbarung muss individuell an die jeweilige Person und die Leistungen angepasst werden und möglichst konkret sein. Zielvereinbarungen sollen

  • spezifisch,
  • messbar,
  • anspruchsvoll,
  • realistisch und
  • terminiert sein.

Bescheide

Bei einer ambulanten Eingliederungshilfe erstellt der Leistungsträger, der für die Bewilligung der entsprechenden Leistung zuständig ist, einen Bescheid. Die jeweiligen Bescheide sind rechtsmittelfähig. Das heißt: Wenn nicht im Sinne des potentiellen Budgetnehmers oder der Budgetnehmerin entschieden wurde, können die Rechtsmittel Widerspruch und Klage gegenüber dem Leistungsträger, der den Bescheid gefertigt hat, eingelegt werden.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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