Hilfen für psychisch  kranke Menschen
Hilfen für psychisch                        kranke Menschen

Krisentelefon

0800-220 330 0

Für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige im Rhein-Pfalz-Kreis, Landkreis Bad Dürkheim sowie den Städten Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer und Neustadt an der Weinstraße.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ab Oktober 2016 besteht die Möglichkeit eine Ausbildung zum Erfahrungsexperten an der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey zu besuchen. Dazu findet am 01.07.2016 um 11:00 Uhr eine Informationsveranstaltung in Alzey statt. Im Anhang finden Sie den Flyer zur Informationsveranstaltung und den Bewerbungsbogen für die Ausbildung.

20160523 Ex-In Werbeflyer_F.pdf
PDF-Dokument [357.9 KB]
20160608 Bewerbungsbogen Ex-In_F.pdf
PDF-Dokument [299.0 KB]

Neuerscheinung "Therapiemöglichkeiten des Tourette-Syndroms" (Broschüre)

Mehrere deutsche Universitäten, die sich seit vielen Jahren intensiv mit der Erforschung der komplexen Ursachen des Tourette-Syndroms beschäftigen,haben an dieser interessanten Broschüre mitgewirkt, die nun ab sofort Betroffenen, Angehörigen und Interessierten zur Verfügung steht.Ziele dieser Neuerscheinung sind Information und Orientierung anzubieten im Bereich möglicher Therapieformen des Tourette-Syndroms.

Die Texte zu den verschiedenenTherapiemöglichkeiten sind allgemeinverständlich formuliert und können von "Nicht-Medizinern" gut verstanden werden.

 

Der Inhalt: 

Neurofeedback - eine neue Therapiemöglichkeit bei Tic-Störungen

Prof. Dr. Aribert Rothenberger, Diplompsychologe Holger Gevensleben, Universität Göttingen 

Sensomotorische Vorgefühle - was bewirkt das Habit Reversal Training?

Prof. Dr. Veit Roessner, Universität Dresden 

Behandlung des Tourette-Syndroms mit Cannabismedikamenten

Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Botulinumtoxin-Injektionen zur Behandlung des Tourette-Syndroms

Prof. Dr. Alexander Münchau, Odette Schunke, Universität Hamburg 

Immunität, Infektion und Tourette-Syndrom (PANDAS-Konzept)

Prof. Dr. Norbert Müller, Universität München

Tiefe Hirnstimulation zur Behandlung des Tourette-Syndroms

Dr. Stefanie Bokemeyer, Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Dr. Götz Lütjens, MH Hannover 

 

Redaktion: Hermann Krämer, Lutz Friedrichsen, Melanie Bödeker, Michelle Dunlap

Herausgeber: Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V., 39 Seiten, Preis: 6,00 Euro

 

Hier können Sie diese neue Broschüre bestellen: 

c/o Frau Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl
Zentrum für Seelische Gesundheit
Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.: 0511 532 7350 Fax: 0511 532 7348
email: info@tourette-gesellschaft.de 

Gastfamilien gesucht!

 

 

Für die bundesweit bewährte Betreuungsform Begleitetes Wohnen in Gastfamilien suchen wir engagierte Familien, Paare oder Einzelpersonen, die einen erwachsenen Menschen mit Beeinträchtigung bei sich aufnehmen, an ihrem Lebensalltag teilhaben lassen und ihn unterstützen.

 

Wenn Sie ein Zimmer frei haben, sich sozial engagieren möchten, Zeit haben für eine neue sinnvolle Aufgabe, zuhause etwas hinzuverdienen wollen dann können Sie eine Gastfamilie werden.

 

Interesse? Wir informieren Sie gerne.

 Sie erreichen uns telefonisch unter 0621 5792379 oder per E-Mail an kontakt@miteinanderbesserleben.de

www.miteinanderbesserleben.de

Mein Engagement für die Tourette-Gesellschaft Deutschland

Ich bin Hermann Krämer (59) und lebe seit meinem 12. Lebensjahr mit dem Tourette-Syndrom (TS). Angefangen haben die Symptome mit ausgeprägtem Augenblinzeln rechts und links abwechselnd und einem – wie unser Hausarzt damals formulierte – nervösen Kopfschütteln. Das ist wachstumsbedingt und ganz normal bei Kindern, meinte er. Mit der Zeit würde sich das wieder zurückbilden. Dem war aber nicht so, es war der Beginn einer neuropsychiatrischen Erkankung, die nach dem französischen Neurologen Georges Gilles de la Tourette (1857-1904) benannt wurde, der im Jahre 1885 erstmals in einer Studie über diese Erkankung berichtet hat. Die Kernsymptomatik des Tourette-Syndroms besteht aus motorischen und vokalen Tics, zusätzlich können AD(H)S, Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen und Autoaggressionen auftreten. Ein Tic ist eine unwillkürliche, rasche, wiederholte, nicht-rhythmische Bewegung oder eine Lautäußerung, die plötzlich einsetzt und keinem erkennbaren Zweck dient. Das Tourette-Syndrom mindert nicht die intellektuelle Leistungsfähigkeit. Vermutete Ursache: Störung im dopaminergen System innerhalb von Regelkreisen zwischen Basalganglien, frontalem Kortex und limbischem System. Ungefähr 75% der Betroffenen leben mit einer leichten bis mittelgradigen Form dieser Erkrankung, 20% sind mittelgradig bis schwer betroffen, ca. 5% müssen mit einer sehr schweren Ausprägung zurecht kommen. Exakte Betroffenenzahlen gibt es derzeit nicht, mit allen Schweregraden wird für die BRD eine Prävalenz zwischen 0,1 und 1,0% der Bevölkerung angenommen.

Im Laufe meines Lebens treten viele weitere motorische und vokale Symptome dieser komplexen Störung auf. Durch die sich daraus ergebenden Probleme in Schule, Beruf und dem alltäglichen Leben entsteht in mir das Bedürfnis, mit Tourette-Betroffenen in Kontakt zu treten, um Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Anfang des Jahres 1993 wird in Mannheim die Tourette-Gesellschaft Deutschland (TGD) gegründet. In dieser Selbsthilfeorganisation finde ich die gesuchten Kontakte in Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern. Einige wichtige Zielsetzungen bzw. Aktivitäten der TGD sind die Erstellung von allgemeinverständlichem Infomaterial, Verbesserung der Lebensqualität der Tourette-Betroffenen durch Öffentlichkeitsarbeit, Durchführung von Informationsveranstaltungen für soziale Berufe und Lehrer/innen, Betreuung von Tourette-Selbsthilfegruppen, Unterstützung der Tourette-Forschung, Teilnahme an Kongressen.

Ich engagiere mich bei verschiedenen Projekten der TGD, seit 2002 bin ich online mit einer Infoseite unter www.tourette-syndrom.de, im Jahre 2005 eröffne ich www.tourette-forum.de, ein Tourette-Forum für Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Durch die Bemühungen der TGD konnte in den vergangenen Jahren Vieles bewegt werden. Ziel ist, die Kenntnisse über diese komplexe Erkrankung in der Bevölkerung zu verbessern, damit verbunden ist die Hoffnung auf mehr Toleranz gegenüber den mitunter sehr auffälligen Symptomen. Ein großer Vorteil bei diesem Engagement ist die wachsende Akzeptanz neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen, das Resultat einer zunehmenden Offenheit für die Pluralität menschlichen Seins.

Kontaktadresse für hilfesuchende Tourette-Betroffene, Angehörige und Interessierte: Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V., Von-Siebold-Str. 5, 37075 Göttingen, Telefon 0551-396727

Homepage: www.tourette-gesellschaft.de

Hermann Krämer 67346 Speyer am Rhein info@tourette-syndrom.de 

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